Die RisE-Trilogie

Mit der Präsentation der TIMSS-, PISA- und IGLU-Ergebnisse und deren Rezeption ist die Bildungsforschung verstärkt ins Aufmerksamkeitsfeld von Politik und Öffentlichkeit gerückt. Sie mittlerweile wie selbstverständlich als Legitimationsinstanz für politische Entscheidungen herangezogen (‚evidenzbasierte Politik‘) und die Ergebnisverkündungen der neuesten Studien erfahren große mediale Beachtung.

Die RisE-Trilogie nimmt dieses Spannungsfeld von Bildungsforschung, Öffentlichkeit und Politik auf wissenssoziologisch-diskursanalytischer Basis näher in den Blick. In drei „Etappen“ werden die verschiedenen „diskursiven Arenen“ der Verwendung von Erkenntnissen der Bildungsforschung analysiert: Während RisE I den medial-öffentlichen Diskurs in den Blick nimmt, fragt RisE II nach dem Selbstverständnis der Forscher_innen mit der neuen Bedeutung ihrer Ergebnisse. RisE III fokussiert abschließend den politischen Diskurs und sucht nach den dort angewendeten „Rationalitäten“ und Reflexionen der Verwendung von Erkenntnissen der Bildungsforschung. RisE ist ein auf acht Jahre angelegtes Forschungsprojekt und trägt zu einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen von Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft bei.

RisE I. Fokus: Öffentlichkeit (RisE I 2010-2014; RisE I plus 2013-2015)

  • Diskursive Aussageformationen der öffentlichen Produktion von Wissen über Bildungsforschung
  • Deutungsmuster und narrative Struktur im medialen Diskurs um die Berliner ELEMENT-Studie (RisE I) und im Diskurs um die Studie von John Hattie (RisE I plus)

RisE II – Research is Elementary. Fokus: Wissenschaft (2013-2016)

  • Akteur_innen der Bildungsforschung im Spannungsfeld von Öffentlichkeit und Politik
  • Subjektpositionen und Subjektivierungsweisen von Bildungsforscher_innen

RisE III. Fokus: Politik (2016-2018)

  • Diskursive Regeln der politischen Produktion von Bildungs-Wissen
  • Subjektpositionen und Subjektivierungsweisen von Bildungspolitiker_innen

Projektveröffentlichungen: